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Die Nussknacker*innen – Szene aus anderem Blickwinkel

eine Schale mit Christstollen und kandierten FrüchtenStollen

Die Vorweihnachtszeit ist in normalen Zeiten ja immer voll mit Weihnachtstreffen, Essen hier und Glühwein-Trinken da. Dieses Jahr läuft da ja aus bekannten Gründen eher …nichts. Umso willkommener war mir das traditionelle „Stollen, Stopp und Stille!“, eine Veranstaltung des TheaterLabor, die zu Ehren der im Verein tätigen Ehrenamtler*innen stattfindet.

Die Vorfreude auf diesen Nachmittag wuchs, und die letzten Vorbereitungen steigerten diese Freude auf das Treffen. Während der Kaffee „durchlief“ und ich den Stollen schnitt, saß Gianni am großen Tisch im Casino und verpackte mit viel Geduld und Liebe zum Detail die Päckchen für uns Ehrenamtler*innen. Wolfgang sorgte indes mit Räucherstäbchen und Musik für Stimmung und guten Duft.

Irgendwie wurde es mir ganz feierlich

Bald trudelten die Gäste ein und nahmen gelassen den 2 G Plus Check hin. So konnten sich dann auch alle gesund und munter über den Stollen hermachen, Kaffee trinken und gemütlich plaudern. Die Mehrzahl der Gäste waren Ehrenamtliche, aber auch einige Freunde und Freundinnen waren gekommen.

Irgendwie wurde es mir ganz feierlich zumute, als wir alle in den Theaterraum gingen und uns einen Platz suchten. Grünes und rotes Licht schmückte die Bühne weihnachtlich, und das Klavier stand bereit für die versprochenen Klänge. Auf dem schwarzen Tisch auf der Bühne warteten Päckchen und Blumen auf ihre Übergabe.

Stopp

Und da standen auch schon Wolfgang und Gianni vor der Bühne und begrüßten uns alle. Und dann … ja dann wurden wir Ehrenamtler*innen geehrt, jede*r persönlich, mit kleinen, liebevollen und wertschätzenden Geschichten aus dem täglichen Miteinander. Manch Nuss gilt es für das Team zu knacken, damit im Verein, im Theater alles rund läuft und die überreichten Pfeffer-Nüsse waren deshalb nicht nur symbolisch, sondern auch ein willkommener, süßer Dank.

Als ich an der Reihe war, spürte ich mein Herz kräftig schlagen. Obwohl wir tägliche Anerkennung erfahren, ist dieser Nachmittag für mich und sicher auch für alle anderen etwas ganz Besonderes. Wenn dann auch noch Freund*innen dabei sind, ach, es ist ein unbeschreiblich schönes, warmes Gefühl der Dankbarkeit und Freude, dabei zu sein.

Freude am Gemeinsamen, Wertschätzung, Wahrheit des Augenblicks – ich bin angekommen.

Klaviertastatur eines schwarzlackierten KlaviersDiese Klänge - immer wieder ein Genuß

Sybilles  Spiel auf dem Klavier unterstrich den feierlichen Moment und bot mir Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und zurück zu schauen auf das Gesagte, das Erlebte. Diese Klänge - immer wieder ein Genuß, wunderbar. Kurze Pause für dies und das und frische Luft im Theaterraum....

... und dann Stille

Schuhe aus, den Boden spüren mit den Füssen, das tut gut. Erst werden wir ein bisschen laut, so Wolfgang. Wir tönen zu Gebärden, im Chor, allein, zusammen. Jede*r so, wie es eben passt und passiert. das macht richtig Spaß. Dann wird es still. 20 Minuten lang,  innerlich zählen bis 10 und wieder von vorn.  Ich schaffe es ... fast... die ganze Zeit. Und bin überrascht, als uns das Piepsen der Uhr aus der Stille holt. Wie gut es doch immer wieder tut, einfach mal still zu sein in dieser lauten Welt.

Ein herzliches Dankeschön an Gianni und Wolfgang, an Sybille  und an alle Nussknacker*innen. Eine schöne Weihnachtszeit und gleich auch schon mal ein gutes, gesundes 2022. Wir sehen uns.

Antje

1 Kommentar

  1. Veröffentlicht von Wolfgang Keuter am 20/12/2021 um 13:11

    Das Wort FREUDE kommt so oft vor in Deinem Blog Antje,
    das es FREUDE macht Deine Zeilen zu lesen, und zu spüren, das auch da FREUDE durchkommt
    wo das Worte FREUDE nicht erscheint.
    Und ich schreibe meine Zeilen ebenfalls in freudiger Gestimmtheit und sage mit FREUDE Danke für Deine athmosphärische und bildhafte Beschreibung.
    Mit FREUDE Wolfgang.

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