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So sei es denn

So sei es denn

Von Michael Etzbach | 17 November 2019 |

Immer wieder Freitags:

„Präzenz im Umgang mit Menschen“ TheaterLabor TraumGesicht, Campus Golzheim …

Dies Leben kommt über mich mit ungeheurer Wucht. Drachengewalt. Oder die der Sonne? Mir eins!

Mich nicht entgegenstellen ist das Einzige was hilft. Durchlässig sein, nicht anhaften, keinen Widerstand geben… denn das wäre die einzige Wahl des sogenannten freien Willens, den dieser nur dazu hat: Sich demütig hinzuknien und dabei zu sagen, Herr Dein Wille geschehe … oder irgend etwas anderes in dieser ungefähren Richtung. Kurz gesagt, sich zu ergeben, auszuliefern an das Leben.

Das solle so das Beste sein, dazu gibt es gar viele Geschichten … die sich über die Welt verteilen und diese Welt unter sich drehen … diese kleine Erde … hin und her … wir lassen unseren Atem durch die Fußsohlen fließen, tief hinein in den Kern dieser Mutter Erde, tief hinein in den GlutKeim … dort wird er gereinigt der Atem, wir holen ihn nicht hoch, spüren ihn nur aufsteigen, durch die Fußsohlen in unsere Körper …

Vertrauen entsteht sehr schnell

Vorher haben wir schon miteinander die Stimmen erhoben. Ganz leise. Summbrumm, Vokallaut, inneres Erleben von Resonanzen, Dissonanzen … über den Atem zu hören, weil der über die Stimmbänder fließt und diese zum Klingen bringt, mit den Schwingungen aus unseren inneren Organen … das dauert nicht lange, das kommt für die meisten von uns in wenigen Minuten hin … Auch eigene Gemüter sind dabei, deren Lieder erst verstanden werden wollen … können … sollen … ein eigenartiger Bereich von Vertrauen entsteht sehr schnell.

Alle Anwesenden wissen: die eigenen Masken zu spielen ist ein Spiel für sich.

Dazu sollte man zuvor schon in Resonanz gehen, sich locker machen, bis ins Skelett … die Gelenke entlang, das ganze Korsett. Abtasten mit dem Atem und mit Bewegung und mit Musik … oh ja, da dreht sich was … Drehschwindel kommt trotzdem nicht auf. Der wird eher geheilt, so nebenbei, wenn die Offenheit genau dafür entsteht und nicht selten führen wir unsere Kräfte zusammen, um zu helfen einem/einer, auf eine bestimmte Art und Weise. Eine Weise über die man nicht spricht, denn Worte reichen dazu nicht. Sie können allenfalls Hinweise sein. Pointer …

So geht mir das seit Jahren schon, Jahre lang. 12 an der Zahl so scheint es mir … oder sind wir schon bei der Mondin, die die 13 war? Nach Zahlen wählen wir unsere Masken aus. TheaterLabor-TraumGesicht. In der ersten Zeit machte Gianni noch Masken und Kostüme aus einer anderen Zeit… und einer anderen Welt… Inzwischen war bei der letzten Aufführung in den Gewölben moderner Kunstschmieden, der FH, zu erleben, wie es nach der Verschmelzung der Welten war. Das freute mich sehr. Verschmelzen, das ist hohe Kunst, die Alchimisten wissen darüber zu berichten.

Aus der Stille in den Raum

Wir benutzen Zahlen für diese Alchemie: Wolfgang guckt in seine Aufzeichnungen. Dort stehen auch die Zahlen. Jeder Zahl ist eine Kombination von Vorgaben beigeordnet. Ausdruck/Mimik/Gefühl/Bewegung sind vorgegeben. Heraus kann kommen, etwa: Eine todtraurige Person irrt nachts durch den Wald, wird verängstigt … hier wird ins Gefühl und in den Ausdruck gegangen: Die Ängstlichkeit mit Mimik, Gang, Bewegung und auch Klang zum Ausdruck gebracht … Zugang kann gefunden werden zu eigenen Geheimnissen, denn zuvor hat der Übende schon die „Kanäle“ aufgemacht. Für sich selbst. Zu sich Selbst.

Michael Etzbach lächelt in die Kamera. ER trägt ein rot-weiß-kariertes Hemd.Dann ins Gegenteil, Helligkeit, Wärme … ins Gefühl „Geborgenheit“ wird gegangen. Schleichend? Tanzend? Voller Freude? Dann hat frau/man auch direkt schon einen Spagat gemacht, hat sie/er es  von vorne bis hinten durchgespielt -gemacht. Spiel. Das ist des Pudels Kern, der Kern der Dinge .. auch so heiß wie Lava—Glut. Das zeigen manche Spiele. Wir üben oft mit Partner. Oder auch „alle Zusammen“. Mit Körpereinsatz, Berührung, Erspürung. Tanz darf auch sein. Die Kanäle öffnen, weiten. Aus der Stille in den Raum.

Die Stille. Sie ist dazwischen. Während wir sitzen. Miteinander. In Stille Miteinander sitzen, das schaffen nur die Alten, sagt man. Man könne dies nur tun, wenn man mit denen mit denen man sitzt, im Reinen ist. Und mit sich selbst. Die Stille ist auch im Übergang. Zum Beispiel von dem Tönen miteinander, diesem Summbrummen bei dem Harmonisierung eintritt und Miteinander wird…. Zum sich nach außen öffnen, darbieten, gucken, was das Innere einem/einer dazu so zeigt. Das ist manchmal starker Tobak. Oftmals ziemlicher Spaß. Lustig ist es sowieso. Auch die Geschichten die entstehen…

Wer immer Du auch bist

Sich selbst zu spielen. Das Selbst zu spielen. Da kann es nicht schlecht sein, Masken zu können, zu kennen, unterscheiden zu lernen. „Präsenz im Umgang mit Menschen“, immer wieder aufs Neue möchte ich zu der Bezeichnung dieses Kurses gratulieren … die Masken, die ich bin und war und auch in anderen seh und sah … … Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede.

Ich verbeuge mich in TheaterLabors TraumGesicht, wer immer Du auch bist …, vor Dir, Du bist sooo schön anzusehen …

Mmmmmm … … …

Weitere Infos zu dieser Gruppe findest Du mit diesem Link.

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1 Kommentar

  1. Veröffentlich von Wolfgang Keuter am Dezember 16, 2019 um 2:14 pm

    Deine Beschreibungen, hallo Michael, aktivieren Assoziationen, Déjà-vus, lassen ahnen – nie so ganz wissen – verhüllen das Geheimnis – setzen es nicht dem grellen Bewusstseinslicht aus – schützen das Geheimnis in dir so, das es in dir wohnen kann und du bei ihm. Die Beschreibung deiner Erfahrungen können für den Einen oder die Andere ein Aufruf sein, für den Weg zum WEG.
    Hab Dank für diesen, deinen Beitrag. Mit Gruß. Wolfgang.

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