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Theaterlabor ohne Hände schütteln

Theaterlabor ohne Hände schütteln

Von Michael Etzbach | 14 März 2020 |

Michael geht barfuß am Strand spazieren. Er trägt ein kariertes Hemd, eine helle Jacke und eine olivgrüne Hose. Im Hintergrund ist das Meer zu sehen.Zu acht am Freitag dem 13ten im März

Raureif unter rosableu mit zartem Vogelklang, die Wiese punktet mit gelber Blüte zu dem weißen Schimmer … meine Seele führt mich … ich schaue zu … warum nicht immer den ganzen Körper spüren … wie oft der Kontakt zu den Füßen verloren geht … zu acht am Freitag dem 13ten im März kurz vor der Tag-und-Nacht-Gleiche – die Stille nach unseren Intonationen war wieder mal mehr … die gemeinsame Frequenz-Harmonisierung machte einen erstaunlichen Quantensprung.
Nicht schlecht, die Übung mit der Aktivierung der eigenen Schutzhülle zu beginnen … nicht nur aus diesem Grunde……..

Zugleich erlebt sich Wiederholung von Vergessenem

Wolfgangs Wundertüte. Auf ganz erstaunliche Art und Weise rekombinierte er Elemente alter Übungen, fügt neue Aspekte hinzu und zugleich erlebt sich Wiederholung von Vergessenem. Diesmal hatten wir einen Bart zu haben. So die Anweisung, hier in Form der Erläuterung zum Zwecke des Flügelverleihs an die Imagination.

Der körperliche Brückenschlag erfolgte als Angebot, sich die Bärte der Ägypter vorzustellen, wenn man den Unterkiefer bei der Intonation vor und zurück bewegt … reptilienhafte Bewegung … bei uns noch im Kleinhirn gelegen, dem Sitz uralter Instinkte – Triebe wie Angst vor Tod … und diesen dann immer länger schiebend. Wolfgang macht die Kraft der Stimme an den Griechen fest, den alten Tragöden, bei mir eröffnete sich instant ein Reigen an Gesichtern, die bis zurück nach Sumer reichten, weit über Babylon hinaus. Ganz alte lange Bärte kamen mir in Erinnerung. Meinen nutzte ich schnell wie eine Flöte der ganz subtilen Art und oft hielt ich inne, lauschte dem Tonal um mich herum. Und in mir.

Klänge von Heilung

Ein Gefühl, welches die anschließende Stille noch enorm vertiefte. Ja, die acht Einzigartigen haben ein Feld geschaffen. Erstaunlicherweise nicht nur ein gemeinsames … ihre jeweiligen individuellen aurealen Eier hielten sich dabei stabil. Man kann diese Hülle auch anders beschreiben. Sicher. Aber im Hinblick zu Ostern. Sagen wir es einmal so …
Erstaunlicherweise öffnete  mich das … anschließend bei italienischem Barock – war klar, das Faultier als die langsame Übung vom letzten Mal war heut nicht dran … es ging um etwas anderes. Sonst wäre der italienische Barock Rockn Roll für Faultiere gewesen.

Ich hielt nichts zurück

… 3 Gesten … die Welle, der Wirbel, der Stoß… die Verpackung hieß anders, aber wir hatten sehr viel Zeit, in die Gesten hinein zu schlüpfen, uns ihnen zu öffnen … für den Bühnenzauber.
Mir war schon zuvor immer mal wieder zu warm und dann wieder zu kalt gewesen, aber unter der Beleuchtungssonne auf der Bühne war ich froh, dass ich etliches auch schon ausgezogen hatte. Denn ich war trotzdem schon wieder dran. …Ich hielt nichts zurück, insgesamt waren alle guter Spiellaune. Meine Partnerin machte es ebenso. Es floss und wogte hin und her – – – Theater … Theater … Theater … wir würden uns noch wiedersehen.
Trotz Corona?

Klar, wir würden die Welt retten.

Ein Beitrag aus dem laufenden Präsenzseminar, freitags.

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2 Kommentare

  1. Veröffentlich von Otto Lücke am März 19, 2020 um 8:58 pm

    Lieber Michael.
    Besser kann man Freitag den 13ten bei Wolfgang nicht schildern. Ich habe Deinen Blog genossen. Ein Balsamtropfen in diesen Tagen.
    Danke
    Otto

    • Veröffentlich von Michael am März 22, 2020 um 11:47 am

      Merci … 😉 🙂 😉

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