Close-up auf eine Schauspielerin, die erstaunt mit offenem Mund abgebildet ist.
Close-up auf eine Schauspielerin, die erstaunt mit offenem Mund abgebildet ist.
 

Tages-Workshop: Einführung

Slow Acting: Ritualisiertes Theater

DiesenTheaterworkshop bieten wir in Düsseldorf, München und auch in Brixen an. Für einen Einblick in unsere Methode Slow Acting ist dieser Workshop ideal. Er ist eine einfache und unkomplizierte Möglichkeit, um das ritualisierte Theater zu erfahren. In diesem Workshop üben wir die Methode Slow Acting. Zum Beispiel mit:

  • archetypischen Gebärden
  • Handlungen
  • Stehen – Sitzen – Gehen
  • Langsamkeit, Achtsamkeit, Bewusstheit
  • Atemrhythmischer Umgang mit Stimme und Sprache
  • Interaktionen Zug-um-Zug
  • Ausdrucks- und Darstellungsübungen

Ritualisiertes Theater – Viel Zeit für Langsamkeit!

Das ritualisierte Theater ist Teil der von Wolfgang Keuter entwickelten Methode Slow Acting. Es führt über die Selbsterfahrung ins künstlerisch-initiatische Handeln und entfaltet sich im Spannungsfeld von Eindruck und Ausdruck, Ritual und Leidenschaft. Es integriert diese Gegensätze. In manchen Szenen wird jede Bewegung, jeder Handgriff, jede Begegnung ritualisiert. Im Fokus steht die ritualisierte Zug-um-Zug-Begegnung. Sie führt zur Entfaltung szenischer Improvisationen und der Wahrnehmung von Spirituellem und Unsichtbarem. Die Handlungen sind sparsam, stilisiert, wesentlich.

 

Die immer vertrauter werdenden Wiederholungen aktivieren die tiefer liegenden Impulse und Ausdruckskräfte. Der Leibkörper, der Atem und die Stimme sowie die seelisch geistigen Möglichkeiten werden zu einem künstlerischen Instrument. Die eigentliche Handlung ist die Entfaltung des Charakters und seelischen Zustandes des Spielers und seiner Bühnenfigur. Die Bühne wird so zum verwandelnden Kultraum gleichermaßen für die Zuschauer und die Akteure. Es entsteht Meditation – Zen in der Kunst des Theaterspielens.

Die Rituale unserer Bühnenkunst erschaffen allmählich ein trainiertes Unbewusstes (D. T. Suzuki), das durch uns hindurch wirkt und den Weg frei gibt für diese zutiefst berührende Theaterform. Auf diesem Weg wird das so genannte Welt-Ich entwichtigt, das sich nicht mehr bewertend einmischen soll. Und plötzlich sieht und erfährt jeder, das Verfremdung, durch ritualisiertes Handeln eingeleitet, wahre Authentizität ermöglicht. Als Höhepunkt des ritualisierten Theaterspiels kann geschehen, dass Vollkommenes im Unvollkommenen erscheint.

Als Zuschauer wird man Zeuge eines mystischen Ereignisses mit nachhaltiger Wirkung. Staunend erfahren wir als Spieler, dass wir nun aus anderem Raum atmen, sprechen, gestalten und uns gebärden. Denn:

Zum Raum wird hier die Zeit.

 

Slow Acting: Ritualisiertes Theater erschafft in uns das Wach-Sein und mit wachsendem Erleben, das bei sich Selbst-Sein, von Augenblick zu Augenblick. Die geübten Rituale sind also Medien für das ritualisierte Theater und für das Leben. Sie führen aus der Beengtheit rationaler Fixierungen heraus und durch die ritualisierten Improvisationen in andere Räume hinein.

Wir erleben Raumschöpfung im ritualisierten Theater im Innen und im Außen. Aus ihr erwächst ein hohes Maß an intuitivem und höherem Leib-Körper-Bewusstsein. Auf diese Weise wird unser Tun und Lassen, zunächst im ritualisierten Handeln auf unserer Probebühne, zum Modell für eine individuelle schöpferische Lebensgestaltung, im privaten und beruflichen Leben.

 

Der Workshop Slow Acting: Ritualisiertes Theater ist eine ideale Möglichkeit, um unsere spezielle Methode des Schauspielens: Slow Acting kennenzulernen.

Leitung

Wolfgang Keuter

Schauspiellehrer, Psychodramatiker

 

Gianni Sarto

Kostüm- und Maske, Fotografie und Video

Gerne nehmen wir uns Zeit für deine Fragen, ruf einfach an: 0211 24858074

Veranstalter

Paritätische Akademie LV NRW e.V.

in Kooperation mit dem 

TheaterLabor TraumGesicht e.V.

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Website: Gianni Sarto, © TheaterLabor TraumGesicht e.V.
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